Fluent Bash

 

Das Buch

Mein aktuelles Buch ist Fluent Forever von Gabriel Wyner. Es handelt davon, wie man sich eine Sprache so aneignet, dass man sie innerhalb kurzer Zeit flüssig sprechen kann und dabei die Vokabeln so lernt, dass man sie nicht so leicht vergisst. Er setzt dabei auf das Spaced Repetition System, eine Ausprägung des alten Karteikartensystems mit angepassten Abfragezeiten.

Seine favorisierte digitale Version des Karteikastens hört auf den Namen Anki und ist für Windows, Mac, Linux, Android sowie iOS verfügbar. Beim Ausprobieren der Software kam mir der Gedanke – was wenn man etwas anderes damit lernt als Vokabeln und Grammatiken?

Hotkeys

Noch heute kenne ich ein paar der alten WordStar-Kommandos von Turbo Pascal. Ebenso ein paar Cheats aus Doom. Nur mit der Vielfalt der Vi-Kombinationen tue ich mich noch schwer. Sicher, man kann sich für jede Woche ein paar für den Einsatz vornehmen – letztendlich hat man es aber wieder einmal eilig, und ein paar mal h drücken ist doch fast genauso gut wie jetzt b nachzuschlagen…

Die Bash

Ein nicht ganz so großes Unterfangen zum Testen stellt die Bash dar. Schon lange stört es mich, mit dem Cursor die Zeile zeichenweise nach links bzw nach rechts zu wandern, eines der zuletzt benutzten Kommandos mit Hilfe von Pfeil-hoch suchen zu müssen usw., obwohl ich doch weiß, dass es auch besser geht.
Gesagt, getan. Von einer beliebigen Seite habe ich mir die Hotkeys der Bash abgetippt in entsprechende Karteikarten von Anki.

Anki

Die Besonderheit gegenüber den Vokabeln liegt nun natürlich darin, dass man sich keine tollen Fotos mit Aussprache hinterlegt wie in der von Wyner beschriebenen Variante (wobei ich das bei manchen nicht ausschließen möchte…). Statt dessen macht man sich eine Bash auf und führt das abgefragte Kommando aus:

Bash

 

Fazit

Ob diese Vorgehensweise wirklich zum Beherrschen der Hotkeys aller von mir benutzten Programme führt, kann ich nicht sagen. Aber die 20 Tastenkombinationen der Bash sind in 2 Minuten abgefragt. Diese Zeit nimmt man sich eher als immer mal wieder nach genau diesem einen Befehl zu suchen, den man jetzt gerade braucht.
Und selbst wenn es bei Vi 5 Minuten sein mögen – durch die Kombination von Wiederholung und Anwendung des gerade Gelernten sollte man seinem (hoffentlich) gesteckten Ziel näher kommen: know your tools!

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